Wie genau ist die Messung denn nun?

Wie kürzlich im Artikel Neukalibrierung der Netzfrequenzmessung beschrieben, hatte ich den kleinen Arduino ein bisschen gepimpt. Um nun mal zu überprüfen, wie genau die absoluten Werte sind, bietet es sich z.B. an auf dieser Datenbasis mal die Abweichung der Netzzeit zu berechnen. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich gerne informieren.

Bei der Berechnung der Netzzeit machen sich besonders absolute Fehler bemerkbar, da man die einzelnen Daten aufkumuliert. Auf der Seite von Swissgrid kann man die aktuelle Netzzeitabweichung einsehen. Diese wird quasi ständig live aus dem Verlauf der Netzfrequenz und der tatsächlichen Zeit berechnet.

Mein Analysetool fängt bei der Berechnung der kumulierten Werte zwangsläufig bei Null an. Daher habe ich mir zur Evaluierung also einfach mal an einem Tag zwei Zeitpunkte herausgeschrieben und daraus die Differenz gebildet, um die Abweichung der Netzzeit zwischen diesen beiden Zeitpunkten zu erhalten.

Datum Aktuelle Netzzeitabweichung
17.07.2018, 10:53:00 -15,699 Sek
17.07.2018, 16:05:00 -13,819 Sek.

Daraus ergibt sich im betrachteten Bereich eine Gesamtabweichung von +1,880 Sekunden. Ich gehe dabei mal davon aus, dass die Daten von Swissgrid extrem präzise sind.

Mein Analysetool spuckt mir mit den eigenen Werten folgendes Diagramm aus:

Erstaunlich ähnlich, oder?

Man sollte dabei beachten, dass ein absoluter Messfehler von 1 mHz bereits in diesem Zeitraum einen Unterschied von 0,37 aufgelaufenen Sekunden gemacht hätte.

Ich bin also sehr zuversichtlich, dass meine Messungen ausreichend präzise sind, was den absoluten Fehler angeht, also eben die „vertikale Verschiebung“ der gemessenen Netzfrequenz, die sich z.B. durch thermischen Drift über Zeit hinweg einschleichen kann.

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